Gegen Rassismus und Diskriminierung, für eine offene und vielfältige Gesellschaft

Der Vorstand des Dachverband Tanz Deutschland hat die gemeinsame Bekräftigung des Verhaltenskodex des DTD und das Hinwirken auf strukturelle Veränderungen am 19. Mai 2021 in einem Positionspapier festgehalten. Darin sprechen sich der Vorstand und der Geschäftsführer des Dachverband Tanz Deutschland gegen Rassismus in der Gesellschaft wie im Kulturbereich selbst insbesondere gegen rassistische Angriffe und Diskriminierung gegen Künstler*innen und Kreative, und für eine offene und diverse Gesellschaft aus. Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.

Zudem wird bereits seit 2019 an der Aufstellung einer Ethikkommission gearbeitet, welche in diesem Jahre eingesetzt werden soll.

Ergebnisse der Umfrage zur Situation freier Tanzschaffender im Kontext der Pandemie

Der Dachverband Tanz Deutschland hat im Februar 2021 eine Umfrage zur Situation freier Tanzschaffender im Kontext der Pandemie durchgeführt. Die Ergebnisse der deskriptiven Auswertung der Umfrage stellen wir hier in einem PDF zur Verfügung. 570 Fragebögen wurden ausgewertet und geben u.a Einblicke, welche Hilfsmaßnahmen es gab und wie sie angenommen wurden.

Tanzpakt 3. Runde | Die Jury hat entschieden

Die Jury hat entschieden - mit 1.35 Millionen Euro fördert TANZPAKT Stadt-Land-Bund die qualitative Weiterentwicklung von 8 Projekten der ersten und zweiten Förderrunde.

Alle 15 Projekte der Pilotphase des Programms TANZPAKT Stadt-Land-Bund waren eingeladen, sich um die Förderung ihrer qualitativen Weiterentwicklung zu bewerben. Voraussetzung war auch bei dieser Ausschreibung eine mindestens 50%ige Kofinanzierung durch Kommunen und Länder.

Geförderte Projekte:

TanzWert | Tanztheater Erfurt e.V.
Tanznetz Freiburg gUG - nachhaltige Strukturen für den freien Tanz | Tanznetz Freiburg gUG (in Gründung)
JEDE MENGE (AT) | Antje Pfundtner in Gesellschaft
Making a Difference - Inklusive Strukturen für die Tanzstadt Berlin | Sophiensaele GmbH
explore dance - Netzwerk Tanz für junges Publikum | fabrik moves gUG
(Mecklenburg-) Vorpommern tanzt an (AT) | Tanzregion Vorpommern e.V.
Offensive Tanz für junges Publikum Berlin |  Offensive Tanz für junges Publikum gUG
FREIRAUM 2022-2025: lokal, global, digital | Ben J. Riepe Kompanie e.V.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.tanzpakt.de

Zum Tod von Raimund Hoghe

Raimund Hoghe_Deutscher Tanzpreis 2020 ©Ursula Kaufmann


Ein Ruheloser kommt zur Ruhe. Ein Chronist seiner Zeit, ein Beobachter und Deuter seiner Zeit. Einer, der seinen Körper in den Kampf warf. Raimund Hoghe gehörte seit Jahren international zu den wichtigsten Choreograf*innen, die sowohl ästhetisch als auch politisch Maßstäbe setzen. Jetzt ist er im Alter von 72 Jahren überraschend von uns gegangen.

Wir wollen mit der Würdigung, die Raimund Hoghe mit dem Deutschen Tanzpreis im letzten Jahr erhalten hat, seiner gedenken:

Einen der treibenden Impulse seiner Theaterarbeit fasste der Choreograf und Tänzer Hoghe mit einem Satz von Pier Paolo Pasolini zusammen: “Den Körper in den Kampf werfen”. In seinem Fall einen Körper, der nicht der Norm oder gängigen Schönheitsidealen entspricht. Seine Stücke reagierten auf die politischen Zeitläufe, ohne dabei jemals die eigene künstlerische Handschrift aus den Augen zu verlieren: Sie widmeten sich brisanten gesellschaftspolitischen Themen wie der deutschen Geschichte, vielfältigen Formen der Ausgrenzung oder der aktuellen Politik, etwa in Europas Umgang mit Geflüchteten. Seine Werke teilen ein Archiv gemeinsamer gesellschaftlicher Erfahrungen, dem sich die eigenen Geschichten der Zuschauer*innen anschließen können. Hoghes künstlerische Arbeit beharrte auf und praktizierte viele Jahre Inklusion und Diversität, ohne unter dieser Flagge zu segeln.

Für seine Kreationen, in denen auf vielfältige Weise getanzt und gesprochen, Musik gehört und agiert wurde, arbeitete Hoghe mit exzeptionellen Tanzkünstler*innen zusammen. Seit den 1990er Jahren prägte er eine ganz eigene Ästhetik und verfolgte sie seither mit einzigartiger Intensität und Konsequenz. Seine hohe Kunst der Achtsamkeit, der gesteigerten Wahrnehmung ermöglichte einen neuen Blick auf den Tanz und war nicht zuletzt ein unablässiges Experiment mit Schönheit. Mit dem Tanzpreis 2020 wurde das Lebenswerk eines Künstlers geehrt, der nie versucht hat, das System zu bedienen, sondern es mit ungewöhnlichem Mut und persönlichem Einsatz zu verändern.

Dachverband Tanz Deutschland
Vorstand und Geschäftsführung

BERLINER ERKLÄRUNG DER VIELEN

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Heide-Marie Härtel erhält den Deutschen Tanzpreis 2021

DEUTSCHER TANZPREIS 2021 Heide-Marie Härtel | Copyright Eva Raduenzel

Am 28.04.2021 hat die Jury die Preisträgerin und die Geehrten des Jahres 2021 verkündet. Den mit 20.000 Euro dotierten Deutschen Tanzpreis 2021 erhält Heide-Marie Härtel, Gründerin und Leiterin des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen.

„Mit ihrem Wirken hat Heide-Marie Härtel einen enormen Schatz aus Geschichte und Gegenwart des Tanzes geschaffen, aus dem Tanzkünstler*innen und Tanzfilmer*innen Wissen, Haltung und Inspiration ziehen können.“ JURY

Eine Ehrung für herausragende Entwicklung im Tanz erhält Ballett- und Tanzpädagogin Ursula Borrmann. Außerdem wird die britische Choreografin und Tänzerin Claire Cunningham für ihre herausragende künstlerische Entwicklung im Tanz geehrt. Eine Ehrung als herausragender Interpret erhält der ehemalige Tänzer Adil Laraki.

Ausführliche Informationen zu den Jurybegründungen und der Preisverleihung am 23. Oktober 2021 im Aalto Theater Essen finden Sie unter: www.deutscher-tanzpreis.de

Corona-Info

Corona-Pandemie / Auswirkungen für den Kulturbereich

 

touring artists, das Informationsportal für international mobile Künstler*innen und Kreative, hat Quellen zusammengestellt, die Informationen zur aktuellen Lage bieten - zu Auswirkungen für den Kulturbereich, zu geplanten und geforderten (Hilfe-)Maßnahmen und möglichen Ansprechpartner*innen in Rechtsfragen.
Klicken Sie hier, um die umfängliche Quellensammlung zu öffnen.

 

Hilfsmaßnahmen der Länder (Zusammenstellung des Deutschen Kulturrates):
Hilfsmaßnahmen für Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und Maßnahmen für öffentlich geförderte Kultureinrichtungen bzw. Projekte. Hier sind die Vorschriften und Maßnahmen der Länder aufgeführt.

 

 

 

Initiative UNESCO Antrag „Moderner Tanz in Deutschland“

Die Bundesrepublik Deutschland hat der UNESCO vorgeschlagen, den Modernen Tanz in Deutschland in die internationale Liste des von der UNESCO anerkannten Immaterielles Kulturerbes aufzunehmen.

Im April 2021 wurde das Nominierungsdossier, unterschrieben von Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, bei der UNESCO eingereicht (Pressemeldung). Wir freuen uns bereits jetzt auf einen hoffentlich positiven Bescheid, denn wir sind fest davon überzeugt:" Moderner Tanz in Deutschland" gehört auf die Liste der immaterielle Kulturgüter.

Hier geht es zum Film, der Teil der Bewerbung ist!

Reduzierung von Zugangsbarrieren

Der Dachverband Tanz Deutschland ist bemüht, bestehende Barrieren zu reduzieren und befindet sich diesbezüglich in einem Arbeitsprozess. Weitereführende Informationen finden Sie hier.